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Spiel mit dem Feuer: Die Gefahren des Rauchens

Rauchen

Während Jugendliche das Rauchen oft noch als cool empfinden, denken die meisten Raucher erst in einem späteren Alter an mögliche Folgeerkrankungen. Dann fällt der Verzicht oft schwer, und einige Raucher versuchen dann anstelle eines Rauchstopps einfach weniger zu rauchen. Doch dies senkt das Risiko für Lungenkrebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen nur wesentlich, und auch für die Funktion der Lunge macht dies keinen großen Unterschied.

Hört man dagegen ganz mit dem Rauchen auf, bemerkt man dies nicht nur im Geldbeutel positiv. Schon nach 20 Minuten sinken die Werte für Blutdruck, Herzschlag und Körpertemperatur auf die eines Nichtrauchers. Nach zwei Tagen haben sich Geschmacks- und Geruchssinn bereits verbessert. Einen Tag später lässt die lähmende Wirkung nach, die das Nikotin auf die Flimmerhärchen der Atemwege ausübt. Nun kann auch der entstandene Schleim abtransportiert werden, statt in der Lunge festzusitzen und dort einen idealen Nährboden für Keime darzustellen. Nach einem Vierteljahr ist dann die Durchblutung wieder auf einem recht brauchbaren Niveau, und die Lungenkapazität ist bis zu 30 Prozent besser als vor der letzten Zigarette.

Von den Teenagern, die in diesem Alter mit dem Rauchen anfangen, wird ein Viertel im Alter zwischen 35 und 69 Jahren an den direkten Folgen des Rauchens sterben, ein weiteres im Alter von etwa 70 Jahren. Dabei spielt nicht nur die Zigarettenmenge eine Rolle, sondern auch die Dauer des Rauchens. Schafft man es, mit dem Rauchen aufzuhören, kann man das Risiko wieder zurückschrauben. Etwa zehn Jahre nach dem Rauchstopp ist die Gefahr, an einer direkt durch das Rauchen bedingten Krankheit zu sterben, gegenüber der entsprechenden Krankheitsneigung bei Nichtrauchern nur unwesentlich erhöht.

Dabei stellt nicht nur der Tabakrauch in der Luft eine Gefahr dar, sondern auch der abgelagerte Rauch. Auch lange nach dem Rauchen geben die Ablagerungen auf Haaren, Kleidung, Wänden oder Möbeln noch Giftstoffe an die Umgebungsluft ab. Ein Lüften nach dem Rauchen bringt hier wenig. Besonders für kleine Kinder stellen diese Ablagerungen eine große Gefahr dar, da sie noch alle Gegenstände anfassen und viele davon in den Mund nehmen. Somit nehmen sie schnell die doppelte Menge an Giftstoffen auf wie ein Erwachsener.

Raucher leiden öfters unter Vergesslichkeit und Rückenschmerzen. Forscher der Universitätsklinik Heidelberg und des Mannheimer Instituts für Public Health, Sozial- und Präventivmedizin, die eine aus dem Jahr 2003 stammende Studie des Robert-Koch-Instituts zu Rate zogen, kamen zu diesem Ergebnis.

Die Gefahren des Rauchens werden oft unterschätzt!

Was nur wenige wissen: Das Rauchen kann auch Ursache von Rückenproblemen sein. Bei Rauchern treten sie deutlich häufiger auf als bei Nichtrauchern. Ein kausaler Zusammenhang ist noch nicht bekannt, eine mögliche Erklärung sind die durch das Rauchen verengten Blutgefäße. Darüber hinaus haben Raucher ein höheres Risiko, im Alter an frühzeitiger Demenz zu erkranken. Außerdem schreitet diese bei ihnen schneller fort als bei nichtrauchenden Senioren.

 

Foto: Patrik Tschudin / flickr.com, Lizenz: CC-BY

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