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Makula-Degeneration durch Rauchen

Makula-Degeneration
Jeder weiß, dass das Rauchen der Gesundheit schadet. Doch nicht nur Herz oder Lunge sind von den Auswirkungen des Rauchs betroffen, sondern auch die Augen. Der Tabakrauch stellt eine der Ursachen für die Netzhauterkrankung Makuladegeneration dar.

In Deutschland leiden über 4 Millionen Menschen an einer altersbedingten Makuladegeneration (AMD). Sie ist in den Industrieländern eine der häufigsten Ursachen für Erblindung bei älteren Menschen. Der größte Risikofaktor hierfür ist nach aktuellen Studien das Rauchen. Außerdem spielen genetische Faktoren eine wichtige Rolle in Hinblick auf Entwicklung und Verlauf der Krankheit. Wer den Verdacht hegt, selbst davon betroffen zu sein, sollte umgehend einen Arzt aufsuchen, da sich die Prognose mit weiterem Fortschreiten verschlechtert. Im Alter zwischen 65 und 74 Jahren handelt es sich dabei meist noch um ein Frühstadium. Bei den über 85-Jährigen leiden rund 30 Prozent an der Makuladegeneration.

An dieser Krankheit ist besonders tückisch, dass sie anfangs häufig unbemerkt bleibt und nur langsam voranschreitet. Zunächst lagern sich in den Zellen weißlich-gelbe Substanzen ab, die als Drusen bezeichnet werden. Im Rahmen eines schweren Verlaufs, der als „feuchte“ AMD bezeichnet wird, dringen dann sogar Blut und Gewebsflüssigkeit in die Netzhaut ein. Dies kann zu drastischen Sehminderungen bis hin zur Erblindung führen.

Am gefährdetsten sind hier die Raucher. Dies liegt auch am schlechteren Vitamin- und Mineralienhaushalt. Außerdem haben bei ihnen freie Sauerstoffradikale, die das Gewebe allmählich angreifen, ein wesentlich freieres Spiel. Wer an der Krankheit leidet, sollte auf jeden Fall das Rauchen einstellen, um den weiteren Krankheitsverlauf möglichst zu verzögern. Für die Senkung des Erkrankungsrisikos spielen die Vitamine A, C und E sowie die Mineralstoffe Kupfer und Zink eine besonders hohe Rolle. Mit ihrer Hilfe kann man das Risiko um bis zu einem Viertel senken. Allerdings empfiehlt sich gerade bei Rauchern nicht, etwa mit einem Vitamin-A-Supplement eine ungesunde Lebensweise ausgleichen zu wollen, da Gaben von Vitamin A im Zusammenhang mit Rauchen das Krebsrisiko sogar noch steigern können. Weitere wichtige Karotine sind Lutein und Zeaxanthin, die helfen, die Zellen zu erhalten. Doch auch hier kann eine übermäßige Dosierung das Krebsrisiko erhöhen. Zink sollte man ebenfalls nicht ohne Absprache mit dem Arzt supplementieren.

Natürlich spielen auch die Gene eine Rolle bei der Entstehung dieser Krankheit. Doch unabhängig von der genetischen Disposition ist ein Verzicht auf das Rauchen eine gute Entscheidung, um das Risiko weitestgehend zu senken bzw. bei bereits eingetretener Erkrankung das Fortschreiten zu verzögern.

Foto: kuhnmi / flickr.com, Lizenz: CC-BY

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