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Pferdeekzeme sollten beobachtet werden
(Foto: FaceMePLS / flickr.com,Lizenz: CC-BY)

Pferde – Erfahrung hilft beim Umgang mit dem Sommerekzem

Beobachten und Dazulernen ist beim Sommerekzem wichtig

Jedes Jahr beginnt für Pferdehalter, die ein Pferd halten, das zum Sommerekzem neigt, das Problem von Neuem, das Tier so gut wie möglich zu schützen und zu behandeln. Jedes Ekzempferd reagiert anders, auch wenn die Gründe, weshalb Pferde das Sommerekzem bekommen, sich in gewisser Weise ähneln. Deshalb ist es besonders wichtig, die Reaktionen des eigenen Pferdes genau zu beobachten und daraus die ganz persönlichen Schlüsse für die Zukunft zu ziehen. Nicht nur Cremes und Salben oder bestimmte Ekzemerdecken helfen Pferden gegen das Sommerekzem, sondern auch eine besonders umsichtige Haltung und Fütterung.

Eine gesunde Haltung ist für Ekzempferde ein Muss

Generell sollte jedes Pferd eine Haltungsform erfahren dürfen, die gesund ist, aber bei einem Pferd, das zum Sommerekzem neigt, ist das fast noch wichtiger als sonst. Diese Pferde sind aufgrund eines schwachen Immunsystems besonders anfällig gegen alles, was dem Stoffwechsel schaden kann und brauchen deshalb besonders viel Umsicht. Vorsichtiges Anweiden gehört bei einem Ekzempferd genauso zum Muss in der Haltung wie der umsichtige Umgang mit zu viel Grünfutter. Es tut diesen Pferden gut, auch in den Sommermonaten nur stundenweise zu grasen und mit anderen Pferden, die ebenfalls zum Sommerekzem, zu Hufrehe, Koliken oder Übergewicht neigen, in einem gut gepflegten Auslauf in der restlichen Zeit einwandfreies Heu zu erhalten. Pferde mit Sommerekzem vertragen weder Schimmel im Heu oder der Heulage noch biogene Amine in Heulage oder Silage. Heulage und Silage sollte am besten gar nicht an Ekzemer verfüttert werden und wenn es nicht anders geht, nur in allerbester Qualität. Auch das Stroh muss einwandfrei sein. Giftpflanzen dürfen weder im Heu noch in der Einstreu vorhanden sein, denn Ekzemer reagieren aufgrund ihrer überlasteten Leber schneller als andere Pferde darauf.

Auch Kraftfutter und andere Beigaben müssen passen

Wer ein Pferd mit Sommerekzem hält, sollte beim Müsli, Getreide, den Pellets und anderen Futterzusätzen unbedingt auf Natur pur achten. Künstliche Vitamine und Konservierungsmittel schaden diesen Pferden. Auch zu viel Calcium kann für Ekzemer schädlich sein, denn solche Futtermischungen, die eigentlich für Zuchtstuten gedacht sind, verdrängen im Stoffwechsel die Spurenelemente wie Zink, Mangan, Kupfer und Selen.Generell sollten Mineralstoffe und Spurenelemente im Pferdefutter immer in natürlichen Verbindungen angeboten werden. Ein wichtiger Bestandteil in Müslimischungen kann Bierhefe sein oder auch Vitalpilze für Pferde, weil sie den Tieren natürliche Vitamine bietet, die den Stoffwechsel stabilisieren helfen.

Nicht immer lässt sich durch die oben aufgeführten Maßnahmen der Ausbruch des Sommerekzems ganz verhindern, aber Pferdehalter, die darauf achten, werden bald feststellen, dass sich dadurch die Auswirkungen dieser Pferdekrankheit erheblich verbessern lassen.

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