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Rauchen und Diabetes

Rauchen und Diabetes

Dass Rauchen nicht gerade förderlich für die Gesundheit ist, weiß fast jeder. Doch Erkrankungen wie Lungenkrebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in diesem Zusammenhang wesentlich stärker im Bewusstsein als die Zivilisationskrankheit Diabetes. Die Entstehung von Diabetes mellitus Typ 2 wird durch Rauchen deutlich begünstigt – ein Raucher hat ein doppelt so großes Risiko, daran zu erkranken, als ein Nichtraucher. Auch Passivraucher sind gefährdet. Besonders betroffen sind männliche Raucher.

Nach Schätzungen sind zehn Prozent aller Deutschen von Diabetes betroffen. Der Großteil davon leidet an Diabetes vom Typ 2. Die Vorstufe davon, eine Glukoseintoleranz, tritt selbst bei Passivrauchern häufiger auf als bei Nichtrauchern. Vermutet wird, dass das im Zigarettenrauch enthaltene Nikotin und Kohlenmonoxid giftig auf die Bauchspeicheldrüse wirkt, was in der Folge zu einer Insulinresistenz führen kann. Bisher wurde diese Stoffwechselerkrankung vor allem mit Risikofaktoren wie mangelnder Bewegung, falscher Ernährung und Übergewicht verbunden.
Mittlerweile weisen mehrere Studien auf den Zusammenhang zwischen Rauchen und Diabetes hin, so dass manche Experten bereits von einer Diabetesepidemie sprechen. Folgen der Diabeteserkrankung können Schäden an Augen, Nerven und Nieren sowie Arteriosklerose sein.

Doch jeder kann seinen Beitrag dazu leisten, das Risiko möglichst gering zu halten. Diabetes vom Typ 2 ist eine der Krankheiten, denen man am effektivsten vorbeugen kann. Zu den entsprechenden Maßnahmen zählen neben dem Verzicht aufs Rauchen eine gesunde Ernährung sowie ausreichend Bewegung und Schlaf. Genauer ausgedrückt bedeutet dies eine Gewichtsreduzierung um fünf Prozent, mindestens vier Stunden körperliche Aktivität pro Woche, eine Ballaststoffaufnahme von 15g pro 1000 Kalorien, ein Fettgehalt von maximal 30 Prozent in Bezug auf die tägliche Energieaufnahme, eine Aufnahme von gesättigten Fettsäuren von maximal 10 Prozent der täglichen Kalorienaufnahme – und ein völliger Verzicht aufs Rauchen.

Rauchen & Diabetes Mellitus

Wer denkt, dass er sich seinen Spaß und den „Genuss“ nicht von ein paar Gesundheitsaposteln verderben lassen möchte, muss damit rechnen, zu einem von rund 40.000 Menschen zu werden, die pro Jahr an den direkten Folgen des Rauchens sterben. Wer nicht auf Genuss verzichten will, sollte sich überlegen, ob er bei den Dingen, die er im Moment gerne konsumiert, wirklichen Genuss empfindet. Mit der richtigen Einstellung und Probierfreude können durchaus auch Sport und eine gesunde Ernährung mit der Zeit Spaß bringen. Natürlich fällt der Verzicht auf derzeit geliebte Genussmittel meist nicht auf Anhieb leicht, doch Genuss ist nicht nur auf ungesunde Dinge beschränkt. Und wer nicht gerade meint, von heute auf morgen einen Marathon laufen zu müssen, findet für sich mit Leichtigkeit die körperliche Betätigung, die wirklich Spaß macht. Das muss nicht Joggen sein – auch Sportarten wie Inlineskaten oder Schwimmen, die auch Übergewichtigen oder Untrainierten von Anfang an Spaß bieten, bieten viel Potential für körperliche Ertüchtigung.
 

Weiterführende Informationen zum Thema Rauchen und Diabetes:
http://www.diabetes-deutschland.de/archiv/5061.htm

 

Foto: Skley / flickr.com, Lizenz: CC-BY

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