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Nichtraucher

Von heute auf morgen Nichtraucher werden

Viele Raucher, die sich ihre Sucht abgewöhnen wollen, empfinden den Ausstieg als sehr schwer. Aber das muss nicht sein, wenn man weiß wie.

Dass Rauchen schädlich ist, muss man heutzutage niemandem mehr erklären, am wenigsten den Rauchern selbst – von Herzinfarkt über Impotenz bis hin zum Lungenkrebs werden sie tagtäglich durch Warnhinweise auf den Verpackungen über die negativen Seiten des Rauchens informiert. Außerdem schädigt man sich mit dem Rauchen nicht nur selbst, sondern auch die Menschen in der Nähe. Das Motto, dass die eigene Freiheit dort endet, wo die des anderen anfängt, scheint hier aber für viele Raucher nicht zu gelten. Nichtrauchern, die sich den blauen Dunst nicht um die Nase wehen lassen wollen, wird von der Raucherfraktion schnell mangelnde Toleranz unterstellt. Doch nicht wenige Raucher sind sich über die Schattenseiten des Rauchens ganz gut im Klaren und beschließen schließlich, mit dem Rauchen aufzuhören – allerdings oft erfolglos. Wenn man es aber wirklich möchte, muss es mit den richtigen Tipps nicht schwer sein.

Vor dem Ausstieg aus dem Rauchen steht die entsprechende Entscheidung im Kopf, hinter der man auch hundertprozentig stehen muss. Halbherzige Versuche lässt man also besser gleich bleiben, um dann nicht später demotiviert zu denken, dass man es ja sowieso nicht schafft. Steht der Entschluss, muss man diesen auch sofort in die Tat umsetzen. Das heißt dann nicht, die letzte Zigarette feierlich zu rauchen, sondern eben gar keine Zigarette mehr zu rauchen. Falls man bei der Entschlussfassung noch Zigaretten im Haus, im Büro oder wo auch immer vorrätig hat, sind diese sofort wegzuwerfen und mitsamt dem Müll am besten gleich aus dem Haus zu bringen – nicht dass man dann doch wie so mancher angehender Ex-Raucher auf einmal verzweifelt seinen Müll durchwühlt, um doch noch schnell eine Zigarette zu rauchen. Verschieben sollte man die Entscheidung ebenfalls nicht – hat man diese ein für alle Mal gefasst, setzt man sie gleich um und wartet nicht erst auf Neujahr oder eine andere Gelegenheit.

Anschließend sollte man sein soziales Umfeld über seinen Entschluss in Kenntnis setzen. Ganz wichtig ist es, Familie, Freunde und Bekannte darum zu bitten, einem nie wieder eine Zigarette anzubieten, selbst wenn man später doch mal in einem schwachen Moment danach fragt. Raucherzonen sollte man fortan meiden, gerade in der ersten Zeit der Entwöhnung. Es erschwert einem nicht nur das Durchhalten, sondern führt auch zu Passivrauchen – der positive Effekt des Nicht(mehr)rauchens wird also gleich wieder zunichte gemacht. Denn das, was der Raucher aus der Zigarette inhaliert, ist noch deutlich gesünder als das, was am anderen Ende verraucht. Das eigene Zuhause sollte ab sofort zur rauchfreien Zone für jeden erklärt werden. Auch Besucher, die es bisher gewohnt waren, im Haus oder in der Wohnung zu rauchen, sollten dies von nun am im Balkon oder Garten tun.

Sich von der alten Nikotinsucht abzulenken ist durchaus wichtig, sollte aber mit den richtigen Mitteln erfolgen. Süßigkeiten sind kontraproduktiv und führen durch eine unnötige Gewichtszunahme dann nicht selten doch wieder zu dem Schluss, dass man lieber weiterhin raucht statt dick zu werden. Wer beim Nichtrauchen das Gefühl vermisst, etwas im Mund zu haben, kann auf zuckerfreie Kaugummis ausweichen oder ab und zu mal ein zuckerfreies Bonbon lutschen. Übertreiben sollte man es aber auch damit nicht, um keine Verdauungsprobleme durch zu viel Süßstoff zu provozieren. Neue Hobbys, Sport oder wenigstens Spaziergänge sind deutlich sinnvollere Alternativen. Da sie das körperliche und seelische Wohlbefinden steigern, vermisst man dann auch die positiven Seiten des Rauchens nicht mehr so stark. Bei einer Betätigung im Verein findet man dann auch das vielleicht bereits vermisste Zusammengehörigkeitsgefühl wieder auf andere Weise.
 

Foto: machechyp / flickr.com, Lizenz: CC-BY

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