Katzenkrankheiten
Die 10 häufigsten Katzenkrankheiten

Katzenkrankheiten – Infos & Tipps

Katzenbesitzer wünschen sich für ihre geliebten Vierbeiner nichts mehr, als ein langes, glückliches und vor allem gesundes Leben. Die empfohlenen Impfungen und eine ausgewogene, artgerechte Ernährung können dabei helfen, die Gesundheit Ihres felinen Begleiters so gut wie möglich zu unterstützen. Doch auch bei bester Pflege lassen sich Krankheiten bei Katzen nicht immer vermeiden.

Katzenkrankheiten – die häufigsten Symptome

Da unsere Haustiere uns nicht mitteilen können, wie sie sich fühlen und gerade Katzen bei Krankheit eher zu Rückzug neigen, ist es umso wichtiger, genauestens auf Anzeichen zu achten, die auf gesundheitliche Probleme hindeuten können.
Zu den häufigsten Krankheitssymptomen bei Katzen zählen unter anderem:

  • verändertes Trink- oder Fressverhalten (z.B. Appetitmangel, auffällig vermehrtes Trinken)
  • Gewichtsverlust trotz normaler Nahrungsaufnahme
  • untypische Trägheit/vermehrtes Ruhebedürfnis
  • Schwäche
  • Teilnahmslosigkeit
  • Auffälliges Verhalten (vermehrter Rückzug, aggressives Verhalten, Nervosität)
  • Vernachlässigung der Körperpflege, struppiges Fell
  • vermehrter Mundgeruch
  • Kaubeschwerden
  • Erbrechen oder Verdauungsprobleme (z.B. Durchfall, Verstopfung)
  • Probleme beim Urinieren
  • Auffälliger Stuhl/Urin (z.B. blutig, verfärbt)
  • Ausfluss an Nase und Augen
  • verklebte, tränende Augen
  • Niesen
  • Fieber
  • Verletzungen oder Ausschläge
  • Atemstörungen (z.B. vermehrtes Hecheln)
  • aufgeblähter Körper
  • klägliches Miauen ohne ersichtlichen Grund

Liegt eines oder mehrere dieser Symptome vor, ist ein Besuch beim Tierarzt dringend zu empfehlen, um die Ursachen zweifelsfrei abzuklären! Auch wenn Sie sich nicht sicher sind, ob ein Trip zum Profi gerechtfertigt ist, gilt im Zweifelsfall immer: Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Die 10 häufigsten Katzenkrankheiten

Zu den 10 häufigsten Katzenkrankheiten zählen:

Katzendiabetes

Wie wir Menschen können auch Katzen an Diabetes leiden. Dabei leidet die Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse unter der Erkrankung, wodurch das Immunsystem der Katze durch den erhöhten Blutzuckerspiegel geschwächt wird. Ohne Behandlung führt Katzendiabetes deshalb häufig zum Tod des Tieres, weshalb gleich bei ersten Anzeichen (vermehrtes Trinken, Gewichtsverlust trotz Nahrungsaufnahme) ein Tierarzt aufgesucht werden sollte. Außerdem gibt es spezielles Diabetes Katzenfutter, mit dem Sie Ihrer Katze zusätzlich helfen können.

Tollwut

Wie alle Säugetiere können auch Katzen von Tollwut betroffen sein. Da die Krankheit das zentrale Nervensystem angreift, äußert sie sich unter anderem in Aggressivität und Veränderungen im Wesen der Katze, im späteren Verlauf auch durch Lähmungserscheinungen. Eine Schutzimpfung ist ab dem 4. Monat möglich.

Katzenschnupfen

Tränende Augen, eine laufende Nase, Appetitlosigkeit, Fieber…trotz ähnlicher Symptome ist Katzenschnupfen nicht mit einer gängigen Erkältung zu verwechseln. Denn die Krankheit wird durch Bakterien und Viren übertragen und führt unbehandelt oft zum Tod des Tieres. Viele Katzenbesitzer lassen ihre Katze deshalb vorbeugend zwischen der achten und zwölften Lebenswoche impfen. Eine Auffrischungsimpfung sollte anschließend jährlich erfolgen. Zur Behandlung von Katzenschnupfen kommen in der Regel Antibiotika zum Einsatz.

Katzenseuche

Katzenseuche oder auch Katzenstaupe ist eine extrem ansteckende Viruserkrankung, welche unbehandelt ebenfalls zum Tod führen kann. Eine frühzeitige Behandlung mittels Infusionen, Serum-Antikörpern und Interferonen hilft enorm, schwere Krankheitsverläufe zu vermeiden. Präventiv ist zwischen der sechsten und zwölften Lebenswoche eine Impfung möglich, die alle ein bis drei Jahre aufgefrischt werden sollte.

Befall mit Parasiten

Besonders Freigänger können von einer Vielzahl von Parasiten befallen werden. Besonders verbreitet sind dabei unter anderem:

  • Flöhe
  • Zecken
  • Ohrmilben
  • Räudemilben

Anzeichen sind beispielsweise häufiges Kratzen, vermehrtes Kopfschütteln, kahle Stellen und schuppiges Fell. Spezielle Spot-On-Präparate eignen sich zur Prävention eines Befalls.

Wurmbefall

Nicht nur äußerlich, auch innerlich können Katzen von Parasiten wie Spul-, Band- oder Hakenwürmern befallen werden. Besonders unangenehm: auch eine Übertragung auf den Menschen ist möglich. Katzen infizieren sich häufig über den Verzehr von befallenen Beutetieren. Wurmkuren können sowohl bei einem Befall als auch präventiv Abhilfe schaffen. Die Anwendung sollte jedoch mit einem Tierarzt abgesprochen werden.

Chronische Niereninsuffizienz

Besonders bei älteren Katzen ist chronische Niereninsuffizienz (kurz: CNI) eine der häufigsten Todesursachen. Ausgelöst wird diese nicht selten durch eine Langzeitfütterung mit minderwertigem Futter. Zwar ist die Erkrankung, die eine verminderte Nierenfunktion zur Folge hat, nicht heilbar; jedoch kann ein Tierarzt den Verlauf der Krankheit verlangsamen und dem Tier Linderung verschaffen. Symptome sind unter anderem vermehrtes Trinken und dadurch auch häufigeres urinieren. Wurde eine Nierenkrankheit bei Ihrem Vierbeiner festgestellt, gibt es spezielles Nierenfutter für Katzen um eine Nierendiät zu unterstützen.

Katzenleukämie

Der Feline-Leukämie-Virus (FeLV) verursacht bei Katzen eine Störung der Blutzellbildung und begünstigt so die Bildung von Tumoren. In den meisten Fällen zeigen sich kaum spezifische Symptome, häufig wirkt die Katze nur angeschlagen. Aus diesem Grund muss ein Tierarzt die Erkrankung durch ein Blutbild bestätigen. Zwar ist eine direkte Behandlung der Krankheit nicht möglich; viele Katzen führen jedoch auch mit Katzenleukämie noch ein langes und glückliches Leben. Um eine Ansteckung zu vermeiden, ist außerdem eine Impfung möglich.

FIP

Auslöser für die sogenannte feline infektiöse Peritonitis (FIP) sind Corona Viren, welche zu einer in der Regel tödlich verlaufenden Entzündung des Bauchfells führen. Die Infektion findet häufig über den Speichel oder den Kot anderer Katzen statt.
Es werden zwei Verlaufsformen der felinen infektiösen Peritonitis unterschieden:

  • trockene Verlaufsform: Von einer trockenen Verlaufsform wird bei einer Entzündung der inneren Organe gesprochen.
  • feuchter Verlauf: Ist der Bauch des Tieres hingegen aufgebläht, leidet dieses vermutlich an Bauchwassersucht. In diesem Fall ist von einem feuchten Verlauf die Rede.

Zwar existiert derzeit noch keine Therapie für FIP; dennoch ist eine tierärztliche Behandlung unbedingt zu empfehlen, denn es zahlreiche Möglichkeiten, der Katze unnötiges Leid zu ersparen. Dazu ist jedoch eine eindeutige Diagnose der Erkrankung nötig, die sich nicht immer ganz einfach gestaltet.

Toxoplasmose

Toxoplasmose wird durch im Darm ansässige Parasiten ausgelöst, die besonders durch den Verzehr von infizierten Beutetieren übertragen werden. Aus diesem Grund sind Freigänger deutlich häufiger betroffen als Wohnungskatzen, in der Regel werden Antibiotika für die Behandlung eingesetzt. Allerdings ist zu beachten, dass sich auch Menschen mit Toxoplasmose anstecken könne, da die verursachenden Keime von der Katze über den Darm ausgeschieden werden. Besonders für schwangere Frauen besteht Gefahr für das ungeborene Kind, weshalb nach dem Ausschippen des Katzenklos das Händewaschen keinesfalls vergessen werden sollte.

Tipp: Katzenversicherung abschließen

Fast alle Katzenkrankheiten gehen mit hohen Tierarzt- und Medikamentenkosten einher. Katzenversicherungen bieten Ihnen und Ihrem Vierbeiner bei Unfällen und Krankheit einen umfangreichen Schutz und deckt die OP- und Behandlungskosten Ihrer Samtpfote. So können Sie sichergehen, dass Ihre Katze auch in finanziell schwierigen Zeiten immer bestens versorgt ist.

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